Schulsystem in Deutschland

Schulsystem in Deutschland

Deutschland - Ein Land voller unterschiedlicher Schulformen

Schulsystem in Deutschland
Das deutsche Schulsystem basiert auf den Entscheidungen der unterschiedlichen Bundesländer. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich die Schulsysteme von Bundesland zu Bundesland stark voneinander unterscheiden können. Festhalten lässt sich jedoch, dass in allen Bundesländern der Hauptschulabschluss, Realabschluss und das Abitur abgelegt werden können. Beginnen tut die Schullaufbahn in der Regel mit der Grundschule. Diese geht von der 1. bis zur 4. Klasse, wobei vorher auch noch ein Jahr die Vorschule besucht werden kann. Im Anschluss der 4. Klasse entscheidet sich dann, auf welche weiterführende Schule das Kind kommt. In einigen Bundesländern können die Eltern dies selbst entscheiden, wobei es auch Länder gibt, in denen die Grundschule den Eltern die Entscheidung abnimmt.

Zum Abitur führt das Gymnasium und die Stadtteilschule

Wer das Abitur in Deutschland ablegen möchte, der muss ein Gymnasium besucht haben. Dieses geht generell bis zur 12. Klasse, wobei es auch Ausnahmen gibt, bei denen das Abitur bis zur 13. Klasse gehen kann. In Hamburg gibt es zusätzlich die sogenannten Stadtteilschulen. An diesen Schulen werden Hauptschüler, Realschüler und Gymnasiasten gemeinsam unterrichtet, wobei erst ab der 9. Klasse sich langsam die Wege der Schüler trennen und geschaut wird. Welcher Abschluss für welches Kind möglich ist. Die Stadtteilschule geht generell bis zur 13. Klasse, wobei auch hier gemeinsam mit den Gymnasiasten das Abitur abgelegt werden kann. An beiden Schulformen kann ebenfalls das Fachabitur erworben werden.

Haupt- und Realschulen für mittlere Bildungsabschlüsse

Realschule in Deutschland
Vereinzelt gibt es auch die sogenannten Haupt- und Realschulen zu finden. Auf diesen können die Schüler den Haupt- beziehungsweise den Realschulabschluss erlangen. Für den Hauptschulabschluss müssen sie in der 9. Klasse spezielle Prüfungen bestehen. Für die mittlere Reife hingegen müssen in der 10. Klasse Prüfungen bestanden werden. Im Anschluss haben die Schüler immer noch die Möglichkeit, auf ein Gymnasium beziehungsweise auf eine Stadtteilschule zu wechseln, um dort das Abitur ablegen zu können. Ebenfalls kann später auch eine Berufsschule besucht werden, an welcher das Fachabitur erlangt werden kann.

Damals Sonderschulen und heute Inklusion

Vor einigen Jahren noch gab es die sogenannten Sonderschulen. An diesen wurden Kinder unterrichtet, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf besitzen. Hierzu zählten vor allem Schüler mit einer Behinderung, die gesondert betreut werden sollten. Im Zuge der Inklusion wurden die Sonderschulen jedoch nach und nach abgeschafft. Deutschland versprach, dass es alle Kinder, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf besitzen, in das normale Schulsystem eingliedert, sodass alle Kinder die gleichen Chancen erhalten und miteinander lernen können. Betreut werden diese Schüler nicht nur von einem normalen Lehrer, sondern zusätzlich von einem Sonderpädagogen.
Jede Schule führt zu einem speziellen Abschluss
Nach der Grundschule können sich die Lehrer zusammensetzen und überlegen, welcher Abschluss für das Kind der passende Weg sein könnte. In einigen Bundesländern ist diese Empfehlung nur eine Entscheidungshilfe für die Eltern, wobei es auch Bundesländer gibt, bei denen es ein Muss ist, dass das Kind von den Eltern eine Empfehlung erhält. Sollte ein Schüler es nicht auf dem Gymnasium geschafft haben, dann bedeutet dies nicht, dass er nicht noch später das Abitur ablegen kann. Hierfür muss er einfach nur eine Abendschule besuchen. An diese werden alle nötigen Fächer angeboten, die dazu führen, dass der gewünschte Abschluss doch noch erreicht werden kann.